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Semmi
Was zuletzt geschah

29.06.2016 - Von "bösen" Kötern und Grenz­über­schreitung.

16.05.2016 - Keine Zeit zu kacken.

23.04.2016 - Ich trau mich...zu schwimmen!

15.03.2016 - Gruppen­kuscheln mit der Semmel­nase.

27.02.2016 - Socken machen Semmis schläfrig.

14.01.2016 - Wie alles begann.

Fritzi

Gruppen­kuscheln mit der Semmel­nase

Bis jetzt waren 4 Hunde Teil unserer Familie. Sie hätten im Hin­blick auf den von ihnen gewünschten Körper­kontakt nicht unter­schied­licher sein können. Das eine Extrem stellt Fritzi dar: er wurde zwar gerne von aus­ge­wählten Leuten auf seine spezielle Art gekrault, hin und wieder sogar auch mal fast 5 Minuten am Stück. Meist aber verzog er sich recht schnell ins Schlaf­zimmer, nur um in regel­mäßigen Abständen nach dem Rechten zu schauen. Semmi ist das komplette Gegen­teil. Er würde am liebsten dauernd nur auf dem Schoß sitzen oder liegen. Für ihn ist es sehr wichtig, viel viel Körper­kontakt zu haben, Nähe zu spüren und auf diese Weise Bestä­tigung und Sicher­heit zu erfahren. Nur selten sucht er Ab­stand und Distanz. Unvergessen auch Charlie, der jeden Abend erst mit dem Ober­körper auf dem Schoß kräftig an meinem Vater vorbei­schaute, sich kraulen ließ und dabei das ein oder andere Brezen- oder Käse­stück abstaubte. Wenn ihm die Nähe zuviel wurde, legte er sich neben den Sessel und hielt mit meinem Vater Händ­chen. Ja, wirklich! Und wehe man ließ die Pfote los. Dann wurde man nach­drück­lich zum Halten auf­ge­fordert. Nach Charlies erster U-Bahn-Fahrt konnte er sich in der darauf­folgenden Vor­lesung nur beruhigen als ich ihm unter meinem Stuhl liegend die Pfote hielt. Obwohl er fix und fertig war, brauchte er über 15 Minuten ehe er so tief schlief, dass ich seine Pfote vor­sichtig ablegen konnte. Nico Charlie Und Nico? Wäre er 20 cm kleiner gewesen, wäre Nico wohl haupt­beruf­lich Schoß­hund geworden. Mit seinen 63 cm Schulter­höhe fand er das aber etwas unsicher und bevor­zugte Kontakt­liegen auf der Couch. Er schaffte es aber auch, sich stehend in Trance streicheln zu lassen. Dazu parkte er mit dem Po zwischen den Beinen des Streich­lers ein, um sich an seiner Lieb­lings­stelle - der Leiste - kraulen zu lassen. Den Kopf legte er auf einem Stuhl ab und ab ging's ins Hunde­traum­land. Nur ein gelegent­lich weg­sackendes Bein hielt ihn dabei vom Tief­schlaf ab.
Was bedeutet das Ganze jetzt? Vertraute Fritzi uns etwa nicht, während Semmi uns über alles liebt? Nein. Fritzi hatte nur eine völlig andere Art, seine Zunei­gung zu zeigen. Bei ihm waren zuge­lassene Berüh­rungen schon der größte Liebes­beweis, während Nico alles und jeden mit seiner Zunei­gung über­schüttete. Sie sehen, man weiß nie, was man bekommt und die Art des Aus­drucks ist so ver­schieden wie die Charak­tere der Hunde. Ich freue mich einfach über Semmis Bedürf­nis nach Nähe und trotz­dem vermisse ich manchmal Fritzis eigen­ständiges Wesen. Vieles war mit ihm einfacher als mit Semmi, aber auch vieles kompli­zierter. Die unkompli­zierte Erziehung von Charlie wird mir wohl nicht noch einmal wider­fahren, ebenso wenig wie Nicos sanfte, soziale Art. Und so genießen wir das Gruppen­kuscheln mit Semmi und tanken dabei alle Kraft für die kleinen und großen Probleme im All­tag.

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