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Semmi
Was zuletzt geschah

29.06.2016 - Von "bösen" Kötern und Grenz­über­schreitung.

16.05.2016 - Keine Zeit zu kacken.

23.04.2016 - Ich trau mich...zu schwimmen!

15.03.2016 - Gruppen­kuscheln mit der Semmel­nase.

27.02.2016 - Socken machen Semmis schläfrig.

14.01.2016 - Wie alles begann.

Wie alles begann

Wieder­geburt am 6. April 2015 steht im Steck­brief. Doch eigent­lich nahm es schon am 2. April seinen Lauf. Einige Wochen nach dem Tod unseres süßen Knopfes Fritzi hatte ich genug von der hunde­losen Zeit und freute mich auf das gemein­same Spazie­ren­gehen. Das war im letzten halben Jahr mit Fritzi eher zum Spazie­ren­stehen mutiert. Nach Wochen mit end­lich wieder durch­ge­schlafenen Nächten fühlten wir uns gewappnet, uns nach einem neuen Hund umzu­schauen. Etwas größer sollte er sein als Fritzi, höchstens 3-4 Jahre und einfacher zu hand­haben. Als Fritzi mit 13 Jahren jeden Abend seine Übungs­ein­heit ein­forderte und mit 15 leiden­schaft­lich Rentner-Agility betrieb, sagte ich immer: Zum Glück ist er schon 13! Wie aktiv und ener­gie­reich muss er erst mit 3 Jahren gewesen sein. Also kein junger Jack-Russell-Terrier. Ein Wind­hund-Misch­ling, der mich an Nico erinnerte, fand sich im Inter­net. Doch nach einem Telefonat mit der Pflege­familie hatte ich den Ein­druck, dass diese den Hund eigent­lich gar nicht her­geben wollte. Wir hatten auch über­legt, dieses­mal vielleicht doch einen Welpen zu nehmen, Golden Retriever hätten mir gefallen. Aber deren Vor­liebe für Schlamm­bäder in Pfützen ließen mich zögern. Also doch ins hiesige Tier­heim, vielleicht gab es ja einen geeig­neten Kandi­daten.
Semmi fiel mir auf, bellte uns jedoch so frene­tisch an und war ein einziges Nerven­bündel, dass wir schnell wieder von dannen zogen und uns einige ruhigere Zeit­genossen ansahen. Im Gespräch mit einer Tier­heim-Mit­arbeiterin sprachen wir dann über einen anderen Hund, der aller­dings sehr viel Arbeit bedeutet hätte. Ich fragte nach Semmi und sie erzählte uns, was über ihn bekannt war. Er war zwei­mal inner­halb weniger Monate im Tier­heim als Fund­tier ange­kommen und wurde beim ersten Mal von einem Obdach­losen, seinem Besitzer, abgeholt. Beim zweiten Mal kam er nicht mehr und erreichen konnte das Tier­heim ihn auch nicht. Die Mit­ar­beiterin erzählte, dass Semmi Fremden gegenüber sehr scheu war und sich - offen­sicht­lich - sehr schlecht präsen­tierte. Wenn er einen aber ins Herz geschlossen hatte, liebte er einen über alles und war sein bester Freund. Nach längerem Gespräch ent­schlossen wir uns, mit ihm spazieren zu gehen und sie holte ihn aus seinem Zwinger. Er kam um die Ecke und begann sofort meine bessere Hälfte zu begrüßen, als ob sie sich seit langem kannten. Aha, dachte ich, das ist dann also scheu. Erst als wir die ersten Tage mit ihm verbrach­ten, stellten wir fest, dass der Arme v.a. Männer ständig fast panisch beschwich­tigte.
Es kam also wie es kommen musste: natürlich behiel­ten wir ihn und hatten uns nicht den leich­testen Hund aus­ge­sucht. Den Dackel im Impfpass kauft Semmi auch keiner ab, viel eher ist da eine gehörige Portion Jack-Russell-Terrier dabei. Und so kann ich sagen: Man bekommt nicht immer was man möchte. Oder vielleicht doch. Denn ich wollte ja einen Schwimm­hund, der Pfützen links liegen lässt. Aber davon ein anderes Mal.

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